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Die Idee


Pflegebedürftige Behinderte ab 18 Jahren mit MS, ALS oder Querschnittslähmungen finden bei uns statt einer stationären Unterbringung ein ganzheitliches Lebensumfeld vor. Es geht um Selbstbestimmung und Gemeinschaft. Um Bewegungs- und Freiräume. Um Kreativität und Inspiration. Um Teilhabe, Wertschätzung und Würde.
Ein Reisebüro von Rollifahrern für Rollifahrer, ein Internetantiquariat, ein Rollstuhl-Fun-Sporthotel oder die virtuelle Straße der Kunst ermöglichen ein Erwerbsleben.
Das Gastronomie-, Kultur- und Sportangebot festigt soziale Kontakte.
Zentrum ist die Wohngemeinschaft. Hier entscheiden die Betroffenen selbst über Pflege, Personal, Programm und Finanzen.
BesserLeben schafft RAUM und Lebensqualität für eine Gemeinschaft von neurologisch erkrankten Menschen. Ein Modell für Inklusion als Kern einer neuen Lebensperspektive.

Laut den aktuellen Pflegestatistiken des statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland rund 283.800 Pflegebedürftige im Alter zwischen 15 und 60 Jahren. Die aktuelle Schwerbehindertenstatistik spricht von 365.000 Menschen mit neurologischen Ausfallerscheinungen am Bewegungsapparat.
Viele jüngere Menschen aus der Schnittmenge der o.g. Statistiken können aufgrund des wachsenden Pflegebedarfs nicht mehr daheim gepflegt werden und wären auf eine Heimunterbringung in Alten- oder Pflegeheimen angewiesen. Dies führt zu einer Einschränkung der Selbstbestimmung (kein Einfluss auf die Auswahl des Pflegepersonals, des Tagesablaufs, des Speise- oder Tagesprogramms, ...), was einer Entmündigung ähnelt. Darüber hinaus wird auch die Einflussnahme auf die Qualität der beanspruchten Dienste an Dritte (MDK / Heimaufsicht) abgegeben.
Warum muss beim Eintritt einer Pflegebedürftigkeit mit der Mobilität gleich jegliche Souveränität aufgegeben werden?
Weitere Probleme der Heimunterbringung sind die Einschränkung von Kontakten zu "Gesunden" und der Verlust einer gesellschaftlich anerkannten und vergüteten Berufstätigkeit.

Unsere Alternative ist eine in Eigenregie der Betroffenen organisierte "Neuro"-Wohngemeinschaft analog zu bestehenden Senioren-WGs.
Dazu werden die in einem Heim üblichen (pflege-)technischen und räumlichen Ressourcen in Selbstverwaltung der Bewohner gestellt.
Zusätzlich wird die Immobilität durch digitale Technologien und die Konzentration von kulturellen Angeboten "ins Haus" weitgehend kompensiert.
Die Schaffung von (Computer-)Arbeitsplätzen, die vom Rollstuhl mit angepassten Interfacen besetzt werden können, ermöglichen eine weitere Teilhabe am Erwerbsleben.
BesserLeben (die erste Wohngemeinschaft mit neurologisch erkrankten Menschen in Deutschland) soll ein Modell für weitere Gemeinschaften schwerbehinderter Menschen mit Anspruch auf Selbstbestimmung sein.